UNA klingt erst einmal genau richtig: GPS-Uhr, USB-C, austauschbarer Akku, Reparaturvideos und SDK. Nach Jahren mit versiegelten Wearables und proprietären Ladekabeln trifft das einen Nerv. Auf Hacker News kam die Uhr beim Check auf 219 Punkte und 138 Kommentare.

Reparierbare modulare GPS-Uhr mit USB-C und austauschbarem Akku auf einer Werkbank

Die entscheidende Frage ist aber, ob eine reparierbare Uhr auch ein verlässliches Sportgerät sein kann. UNA nennt 6-axis accelerometer, dual-frequency GPS, Herzfrequenzmessung, modulares Design, 10-day battery life, open SDK und barometric altimeter. Gedacht ist sie vor allem für runs, rides and hikes, mit App und Strava sync.

Der Besitzgedanke ist stark. UNA beschreibt einen 280 mAh hard-shell battery, der sich mit einem Schraubendreher wechseln lässt, und zeigt Anleitungen für Display und Akku. Genau daran scheitern viele Wearables: Eine kleine Komponente stirbt, das ganze Gerät wird ersetzt.

Der Schwachpunkt ist Wasser. In der HN-Diskussion wurde UNA als non-submersible zitiert; swimming wird nicht empfohlen, IPX5 bedeutet eher Spritzwasser und Dusche als Pool. Für Läufer kann das reichen. Für Schwimmer, Triathleten und Outdoor-Nutzer ist es ein Warnsignal.

Auch bei Ersatzteilen und Offenheit bleiben Fragen. Repairable zählt nur, wenn battery, display, seals und tools lange verfügbar sind. Open SDK ist gut, aber nicht dasselbe wie offene Firmware, offenes OS oder Schaltpläne. Garmin, Coros und Apple haben weiterhin den Vorsprung bei Zuverlässigkeit, Algorithmen, Karten und Ökosystem.

Urteil: UNA ist spannend für Early Adopters, Entwickler und Right-to-repair-Fans. Wer eine bewährte Sportuhr mit starker Wasserdichtigkeit braucht, sollte warten. Die Idee ist richtig; der Alltagstest steht noch aus.