Der K11+ Pro von SwitchBot richtet sich an Menschen, die den üblichen Kompromiss bei Saugrobotern bereits abgelehnt haben: Ein Gerät, das unter Möbel passt, dessen Station aber selbst den halben Raum einnimmt. Das am 24. September angekündigte Modell bleibt kompakt, ergänzt eine automatische Absaugstation und startet in den USA zu einem angegebenen Preis von 399,99 US-Dollar. Für die weiteren von SwitchBot genannten Märkte gelten Listenpreise von 399,99 Pfund, 399,99 Euro und 499,99 kanadischen Dollar.

Ein kompakter Saugroboter kehrt in einer modernen, platzsparenden Wohnung zu einer kleinen Absaugstation zurück

Die entscheidende Frage lautet nicht, ob 12.000 Pa beeindruckend klingen. Entscheidend ist, ob die kleinere Stellfläche in der eigenen Wohnung ein echtes Problem löst, ohne bei Reinigungsleistung, Hinderniserkennung, Wartung oder laufenden Kosten zu viel aufzugeben. Nach den zum Marktstart verfügbaren Informationen wirkt der K11+ Pro wie ein kompakter Helfer für die tägliche Unterhaltsreinigung mit plausiblen Komfortfunktionen – nicht wie ein Ersatz für einen großen Staubsauger oder eine hochwertige Komplettlösung für die Bodenpflege.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil der Markt für Saugroboter sehr gut darin geworden ist, einzelne technische Angaben zu einem Bild vollständiger Autonomie zusammenzufügen. Die Ankündigung des K11+ Pro enthält mehrere attraktive Versprechen. Unabhängige Tests haben jedoch noch nicht gezeigt, wie gut das Gerät mit Tierhaaren, Teppichen, Kabeln, Türschwellen, dauerhaftem Geräuschpegel oder der weniger glamourösen Aufgabe zurechtkommt, Station und Bürsten sauber zu halten.

Was sich beim K11+ Pro geändert hat

SwitchBot gibt für den K11+ Pro einen Durchmesser von 24,8 Zentimetern und eine Höhe von 9,2 Zentimetern an. Der Roboter wiegt ungefähr 2,3 Kilogramm, verwendet LDS-LiDAR für Kartierung und Routenplanung und ergänzt die Technik um eine PSD-Näherungserkennung für Möbelfüße und Wandkanten. Nach Angaben des Unternehmens kann das Gerät bis zu fünf Karten speichern. Das ist praktisch, wenn derselbe Roboter zwischen Etagen getragen oder in mehreren Wohnungen eingesetzt wird.

Die Abmessungen bilden den überzeugendsten Teil des Produktversprechens. Große Saugroboter bewegen sich in offenen Grundrissen oft gut, scheitern aber an Stuhlgruppen, schmalen Zwischenräumen und dem Bereich unter niedrigen Sofas. Ein kleineres Gehäuse kann Stellen erreichen, in die ein größeres Gerät schlicht nicht hineinpasst. Außerdem lässt es sich leichter anheben, wenn eine andere Etage gereinigt werden soll. Das sind praktische Vorteile, die keine werbliche Übertreibung benötigen.

Die zentrale Saugkraftangabe des neuen Modells lautet bis zu 12.000 Pa. SwitchBot beschreibt diesen Wert als doppelte Spitzen-Saugkraft des vorherigen K11+. In der Ankündigung ist außerdem von einem verbesserten Lüfter und Luftstromweg sowie einem Leisemodus mit ungefähr 45 dB die Rede. Dabei handelt es sich um Herstellerangaben und Spezifikationen im Stil von Laborwerten, nicht um unabhängige Messungen dazu, wie viel Schmutz das Gerät von einem konkreten Teppich entfernt oder wie laut es in einem möblierten Zimmer wirkt.

Das Bürstensystem richtet sich an Haushalte mit vielen Haaren. Der K11+ Pro nutzt eine vollständig aus Gummi bestehende Hauptbürste und eine Seitenbürste mit zwei Armen zur Vermeidung von Verwicklungen. SwitchBot zufolge soll diese Kombination das Aufwickeln verringern und das Entfernen angesammelter Haare erleichtern. Der Schwerpunkt ist sinnvoll: Die Bürstenpflege gehört zu den Aufgaben, die den Nutzen eines Saugroboters zunichtemachen können, besonders wenn ein Haustier täglich lange Haare auf dem Boden verteilt. Wie gut das System mit dichtem Fell, menschlichen Haaren an den Achsen oder fadenförmigem Schmutz umgeht, ist noch offen.

Die Station sammelt den Staub automatisch ein, und SwitchBot wirbt mit bis zu 90 Tagen freihändiger Staubaufnahme. Das „bis zu“ ist hier entscheidend. Das tatsächliche Intervall hängt von der Größe des Staubbeutels, der Nutzungshäufigkeit, der Menge an Haaren und Streu sowie davon ab, ob die App nach jedem Lauf eine Entleerung auslöst. Ein Haushalt mit zwei haarenden Haustieren verhält sich nicht wie eine wenig genutzte Wohnung mit überwiegend Hartböden.

Der K11+ Pro wird nicht als ausgefeilte Nassreinigungsplattform präsentiert. SwitchBot beschreibt Einweg-Wischtücher für das tägliche trockene Wischen und kein wiederverwendbares Moppsystem, das sich in der Station selbst wäscht und trocknet. Dadurch bleiben Station und Wartungsroutine einfacher, zugleich ist der Funktionsumfang enger. Trockenes Wischen kann leichten Staub und oberflächlichen Schmutz aufnehmen. Es ist nicht mit dem Schrubben eines klebrigen Küchenflecks mit einem richtigen Wischmopp gleichzusetzen.

Die kleine Station ist das eigentliche Produktmerkmal

Ein Saugroboter ist ein Kauf aus zwei Teilen. Der Roboter muss unter Möbel passen, die Station braucht aber einen zugänglichen Platz, genügend Freiraum für die Rückkehr des Geräts und ausreichend Raum, um den Staubbeutel herauszunehmen. In einer kleinen Wohnung kann die Dockingstation störender sein als der Roboter selbst.

Deshalb ist die kompakte Bauweise des K11+ Pro aussagekräftiger als seine Saugkraftzahl. Ein Roboter, der unter ein Bett gelangt, aber in der Nähe einer Wand keinen unauffälligen Platz findet, bleibt eine schlechte Wahl. Vor dem Kauf sollte die komplette Fläche der Station einschließlich Anfahrtsweg ausgemessen werden. Es reicht nicht, nur den runden Roboter zu vermessen. Ein Stuhlbein, eine Schrankkante oder ein Heizkörper kann verhindern, dass das Gerät gerade an die Station fährt.

Der kleinere Körper dürfte in Räumen mit vielen Möbeln helfen, bringt aber einen Kompromiss mit sich. Ein kompaktes Gerät hat weniger Platz für Staubbehälter, Akku und wasserbezogene Technik als ein größeres Modell. Die beworbenen 90 Tage Staubaufnahme beziehen sich auf die Station, nicht auf den internen Behälter des Roboters. Der Roboter muss weiterhin häufig genug zurückkehren, um ihn zu entleeren, und kann trotzdem anhalten, wenn eine Bürste blockiert, ein Rad an einer Schwelle hängen bleibt oder ein Gegenstand die Navigation verwirrt.

In seinen Supportinformationen gibt SwitchBot an, dass der K11+ Pro ungefähr 1,5 Quadratmeter pro Minute abdeckt. Genannt werden mehr als 150 Minuten im Leisemodus, mehr als 120 Minuten im Standardmodus, mehr als 90 Minuten im starken Modus und mehr als 60 Minuten im Maximalmodus. Für den Leisemodus berechnet das Unternehmen maximal 225 Quadratmeter und weist darauf hin, dass die tatsächliche Abdeckung durch Kollisionen variiert. Diese Zahlen vermitteln eine grobe Größenordnung, sind aber keine Garantie für eine ununterbrochene Reinigung der gesamten Wohnung.

Der Roboter kann Zeit für die Rückkehr zur Station, wiederholtes Abfahren von Kanten, langsames Navigieren um Möbel und die Bewegung durch Räume mit Türen oder engen Durchgängen benötigen. Leistungsstärkere Modi verkürzen außerdem die Laufzeit. Wer mehrere Teppichräume, viele Möbel oder einen durch Schwellen unterteilten Grundriss hat, sollte nach der schwierigen Route entscheiden und nicht nach der maximalen Laborfläche.

Was die Angaben zum Marktstart nicht beweisen

Der K11+ Pro ist zu neu für ein belastbares unabhängiges Urteil. Das macht die Angaben zum Marktstart nicht automatisch falsch. Es bedeutet, dass Käufer zwischen dokumentierten Eigenschaften und noch ungeprüften Versprechen unterscheiden sollten.

Erstens ist 12.000 Pa kein universeller Reinigungswert. Der Saugdruck wird von Lüfter, Luftstromweg, Abdichtung, Bürstenwalze, Filter und dem Abstand zwischen Ansaugöffnung und Boden beeinflusst. Ein niedriger eingestuftes Gerät kann mit einer wirksamen Bürste und guter Routenabdeckung überzeugen, während ein höher eingestuftes Modell enttäuscht, wenn es Schmutz liegen lässt oder ihn an Kanten verteilt. Aussagekräftig wären Tests zur Schmutzaufnahme auf Hartboden, niedrigflorigem und hochflorigem Teppich sowie zur Verarbeitung von Haaren durch die Bürste.

Zweitens ist LiDAR-Kartierung nicht dasselbe wie zuverlässige Hindernisvermeidung. LiDAR hilft beim Erstellen einer Karte und bei der Routenplanung. Trotzdem kann ein Roboter ein Ladekabel, eine Socke, einen Schnürsenkel oder ein Missgeschick eines Haustiers übersehen. Die unabhängige Testseite RTINGS erklärt, dass ihre Saugroboter-Tests Hindernisvermeidung, Wartung und laufende Kosten einbeziehen. In ihrem aktuellen Kaufratgeber wird die Erkennung von Gefahren wiederholt als eigene Leistungskategorie behandelt. Testnotizen zu anderen Modellen zeigen, dass selbst teure Systeme mit herumliegenden Schuhen, Kabeln und Tierkot Schwierigkeiten haben können.

Das ist ein Grund, nicht allein aus dem LiDAR auf einen unbeaufsichtigten Betrieb in einem unaufgeräumten Raum zu schließen. Die Produktankündigung erwähnt die Erkennung von Möbelfüßen und Wandkanten, beweist aber nicht, dass der Roboter jede kleine Gefahr identifizieren kann. Bis unabhängige Tests vorliegen, sollten Kabel, Socken, Spielzeug und Tierkot vor einem geplanten Reinigungslauf entfernt werden.

Drittens sollte die Angabe von 45 dB im Leisemodus als modusspezifisches Versprechen gelesen werden. Ein Roboter kann auf einem Hartboden relativ unauffällig unterwegs sein und beim Entleeren seines Behälters in die Station deutlich lauter werden. Der Ansaugzyklus der Station ist in einer kleinen Wohnung oft das auffälligste Geräusch. Wer im Homeoffice arbeitet oder nachts reinigen lassen möchte, sollte die Staubentleerung auf eine passende Zeit legen und prüfen, ob die App eine Verzögerung oder Steuerung dieses Vorgangs erlaubt.

Viertens ist die Anti-Verwicklungsbürste eine Wartungsverbesserung, aber kein Versprechen völliger Wartungsfreiheit. Haare können sich an den Enden der Walze, um die Halterungen der Seitenbürste und an den Rädern sammeln. Feiner Staub kann einen Filter belasten. Einweg-Wischtücher sind ebenfalls ein regelmäßig nachzukaufendes Verbrauchsmaterial, während die automatische Absaugstation Beutel oder ein anderes Sammelmedium verwendet, das ersetzt werden muss. Kosten und Verfügbarkeit dieser Verbrauchsteile sollten vor dem Kauf geprüft werden, nicht erst, wenn der erste Beutel voll ist.

Matter-Unterstützung ist nützlich, hat aber eine Datenschutzseite

Der K11+ Pro unterstützt Matter über WLAN. SwitchBot zufolge lässt er sich mit kompatiblen Smart-Home-Plattformen einschließlich Apple Home verbinden. Das Unternehmen nennt außerdem die Steuerung über Siri, Alexa und Google Assistant. In der SwitchBot-App können Besitzer Räume und Zonen auswählen, Läufe planen, Sperrbereiche und virtuelle Wände anlegen sowie Reinigungs- und Staubentleerungszeiten verwalten. Automatisierungen können einen Reinigungslauf starten, sobald der Nutzer das Haus verlässt.

Für ein Gerät, dessen Hauptnutzen in der regelmäßigen Unterhaltsreinigung liegt, ist das eine vernünftige Auswahl an Steuerungsmöglichkeiten. Ein Saugroboter braucht keine spektakuläre Funktion mit künstlicher Intelligenz, um nützlich zu sein. Zuverlässige Raumauswahl und ein Zeitplan reichen oft aus. Matter kann es außerdem erleichtern, die Reinigung in eine umfassendere Hausautomatisierung einzubinden – vorausgesetzt, die Integration unterstützt genau die Befehle, die im Alltag benötigt werden.

Vernetzte Reinigung bedeutet allerdings auch vernetzte Wohnungsdaten. Ein Roboter mit LiDAR kann eine Karte erzeugen, die Form und Größe von Räumen verrät, selbst wenn er keine Kamera besitzt. Das Material zum Marktstart beschreibt LiDAR und Nahbereichssensorik und führt keine Kamera auf. Das ist für Käufer attraktiv, die keine mobile Kamera durch ihre Wohnung fahren lassen möchten. Es bedeutet jedoch nicht, dass das Gerät keinerlei Datenschutzfragen aufwirft. Karten, Kontodaten, WLAN-Zugangsdaten, Automatisierungsverläufe und Gerätekennungen können weiterhin sensibel sein.

Die Verbraucherinformationen der Federal Trade Commission zu vernetzten Kameras empfehlen, Sicherheitsfunktionen zu prüfen, sich über den Schutz von Kontodaten und Livestreams zu informieren, Standard-Zugangsdaten zu ändern und Software aktuell zu halten. Dieselben Gewohnheiten sind auch bei einem vernetzten Saugroboter sinnvoll, selbst wenn das Gerät nicht als Kamera beworben wird. Vor der Einrichtung sollten die aktuelle Datenschutzrichtlinie und die Berechtigungen von SwitchBot gelesen, ein einzigartiges Kontopasswort verwendet, eine angebotene Mehrfaktor-Authentifizierung aktiviert, der Roboter aktualisiert und Integrationen auf die tatsächlich gewünschten Dienste beschränkt werden.

Es gibt außerdem eine einfache Datenschutzentscheidung: Nicht mehr Dienste verbinden als nötig. Wer nur Raumpläne und Zeitpläne benötigt, braucht möglicherweise keinen Sprachassistenten und keine umfassende Smart-Home-Integration. Falls der Roboter seine grundlegenden Reinigungsaufgaben ohne Cloud-Verbindung erledigen kann, sollte vorab geklärt werden, welche Funktionen offline entfallen. Erst danach lässt sich beurteilen, ob der Komfort die zusätzliche Konto- und Netzwerkexposition wert ist.

Für wen der K11+ Pro interessant ist

Der K11+ Pro passt am ehesten in eine Wohnung oder ein kleines Haus, in dem Stellfläche und Aufbewahrung wichtiger sind als fortgeschrittenes Wischen. Besonders interessant ist er, wenn ein Bett, Sofa oder Schrank eine niedrige Lücke lässt, die größere Roboter nicht erreichen, oder wenn die Station in einen schmalen Hauswirtschaftsbereich passen muss.

Auch für Besitzer, die regelmäßig Staub und Haare aufnehmen lassen möchten, ohne nach jedem Lauf einen kleinen Behälter zu leeren, kann das Modell passen. Gummibürste, automatische Staubaufnahme und die geplante Reinigung einzelner Räume adressieren den wiederkehrenden Teil der Arbeit. Tierhalter sollten die Anti-Verwicklungsbauweise dennoch als Komfortfunktion betrachten, die überprüft werden muss, und nicht als Anlass, die Bürste gar nicht mehr zu kontrollieren.

Der K11+ Pro eignet sich eher für die Unterhaltsreinigung als für die Aufholreinigung. Wer ein Gerät sucht, das häufig läuft und verhindert, dass sich alltäglicher Staub ansammelt, könnte von der kompakten Größe und der Station profitieren. Wer eine Woche angesammelten Schmutz, dicken Teppich, große Krümel, feuchte Flüssigkeiten oder starke Verschmutzungen durch Haustiere bewältigen muss, sollte einen herkömmlichen Staubsauger und einen Mopp bereithalten. Auch RTINGS beschreibt diese Trennung allgemein: Saugroboter sind meist Geräte für die laufende Pflege und kein vollständiger Ersatz für einen großen Staubsauger.

Das Modell kann außerdem Käufer ansprechen, die eine Navigation ohne Kamera bevorzugen. Die verfügbaren Angaben zum Marktstart nennen LDS-LiDAR und PSD-Sensorik, ohne ein Kamerasystem anzukündigen. Damit sind nicht alle Datenfragen geklärt, aber eine verbreitete Sorge bei kamerabestückten Haushaltsrobotern entfällt. Wer sich darauf verlassen möchte, sollte die endgültigen Einzelhandelsdaten und die Softwaredokumentation des Unternehmens prüfen.

Wer warten oder ein anderes Modell wählen sollte

Wer mehrere Haustiere, dicke Teppiche, empfindliche Läufer, viele Kabel oder einen Haushalt hat, in dem der Roboter unbeaufsichtigt laufen muss, sollte auf unabhängige Tests warten. Die Hindernisbehandlung lässt sich aus einer Liste von Sensoren nicht zuverlässig ableiten. Ein kompakter Roboter, der täglich unter einem Stuhl hängen bleibt oder sich in einem Kabel verheddert, wird schnell zu einem weiteren Gerät, das beaufsichtigt werden muss.

Wer das Wischen als Hauptgrund für den Kauf betrachtet, sollte sich anderweitig umsehen. Der Ansatz mit Einweg-Trockentüchern ist bewusst einfacher als eine Station, die Wasser nachfüllt, Mopps wäscht und sie trocknet. Diese Einfachheit kann angenehm sein, ist aber kein Vorteil, wenn die Böden eine echte Nassreinigung benötigen. Hochpreisige Alternativen kosten meist mehr und beanspruchen mehr Platz, können dafür aber leistungsfähiger wischen und umfangreichere Wartungsaufgaben automatisieren.

Auch günstigere LiDAR-Modelle sollten verglichen werden, wenn die Wohnung offen, wenig zugestellt und überwiegend mit Hartboden ausgestattet ist. Bei 399,99 US-Dollar sind die kompakte Station und das kleine Gehäuse die Gründe, dieses Modell zu kaufen. Wer beides nicht benötigt, bekommt mit einem größeren oder älteren, reduzierten Roboter möglicherweise eine ähnliche tägliche Reinigung für weniger Geld.

Gleichzeitig sollte der K11+ Pro nicht nur mit den billigsten Saugrobotern verglichen werden. Sehr günstige Geräte verzichten möglicherweise auf Kartierung, automatische Entleerung oder eine verlässliche Routenplanung. Ein Modell, das zufällige Wege nimmt, denselben Bereich wiederholt reinigt und häufiger stecken bleibt, kann trotz niedrigerem Kaufpreis mehr Zeit kosten. Der richtige Vergleich betrachtet die Gesamtkosten der Routine: Roboter, Station, Beutel, Filter, Ersatzbürsten, Wischtücher, Strom und die Minuten, die zum Befreien des Geräts nötig sind.

Praktische Checkliste vor der Bestellung

Mit dem Raum beginnen, nicht mit dem Datenblatt. Die niedrigste Möbelhöhe und die verfügbare Stellfläche der Station ausmessen. Dabei den Platz zum Herausnehmen des Staubbeutels und den Korridor berücksichtigen, den der Roboter für die Rückkehr zur Station benötigt.

Danach den Boden prüfen. Schwellen, lose Teppiche, Stuhlbeine, Kabel, Näpfe und Stellen zählen, an denen sich Haare sammeln. Ein kleiner Roboter erreicht mehr Zwischenräume, kann einen unaufgeräumten Boden aber nicht sicher machen. Für Reinigungstage sollte festgelegt werden, wohin Kabel und empfindliche Gegenstände kommen.

Beim Händler oder Hersteller sollten fünf konkrete Fragen gestellt werden: Wie viel kostet ein Ersatz-Staubbeutel? Sind die Einweg-Wischtücher leicht erhältlich? Wie läuft die Garantieabwicklung? Kann der Roboter die grundlegende Reinigung ohne Cloud-Verbindung erledigen? Und welche Teile können Nutzer selbst austauschen? Die Antworten sagen über den Besitzalltag meist mehr aus als eine maximale Saugkraftangabe.

Die Rückgabebedingungen prüfen. In der ersten Nutzungsphase zeigt sich, ob der Roboter die eigenen Schwellen überwindet, unter die Möbel passt, zuverlässig andockt und die Gegenstände meidet, die im Haushalt auf dem Boden liegen bleiben. Ein Rückgabefenster ist besonders wichtig, weil es zum K11+ Pro noch keine breite Auswahl unabhängiger Testergebnisse gibt.

Zum Schluss entscheiden, ob Matter tatsächlich einen Vorteil bringt oder nur ein weiteres zu pflegendes Konto erzeugt. Zuerst die minimal nötigen Berechtigungen einrichten. Sprachsteuerung nur ergänzen, wenn sie wirklich genutzt wird. Sperrbereiche um Wassernäpfe, empfindliche Gegenstände und Stellen anlegen, an denen Kabel nicht entfernt werden können. Die ersten Reinigungsläufe sollten stattfinden, während jemand zu Hause ist. So lässt sich beobachten, was der Roboter übersieht und an welchen Stellen er die Orientierung verliert.

Das Kaufurteil

Der SwitchBot K11+ Pro ist ein gezielter Marktstart und keine vollständige Neuerfindung des Saugroboters. Seine stärkste Idee ist eine physische: ein kleiner Reinigungroboter mit automatischer Absaugstation für Wohnungen, in denen herkömmliche Saugrobotertechnik zu sperrig ist. Der Listenpreis von 399,99 US-Dollar ist vertretbar, wenn genau diese Platzersparnis ein konkretes Problem löst.

Bei den übrigen Angaben ist Zurückhaltung angebracht. Die Nennleistung von 12.000 Pa, der behauptete 45-dB-Leisemodus, die beiden Anti-Verwicklungsbürsten und die Staubaufnahme von bis zu 90 Tagen deuten auf einen bequemen täglichen Helfer hin. Sie beweisen aber noch keine außergewöhnliche Teppichreinigung, zuverlässige Gefahrenerkennung oder geringe langfristige Wartung. Das Einweg-System zum trockenen Wischen macht außerdem klar, dass der K11+ Pro kein vollständiger Ersatz für Nasswischen ist.

Der Kauf ist sinnvoll, wenn kompakte Bauweise, automatische Entleerung und regelmäßige trockene Unterhaltsreinigung Priorität haben – besonders in einer kleineren Wohnung mit überwiegend Hartböden. Bei vielen Haustieren, Teppichen und herumliegenden Gegenständen lohnt es sich, auf Tests zu warten. Wenn die kleine Stellfläche kein konkretes Lager- oder Zugangsproblem löst, sollte der breitere Markt verglichen werden, bevor für eine Eigenschaft bezahlt wird, die im Alltag kaum auffällt.

So lässt sich der Marktstart vernünftig einordnen: Der K11+ Pro könnte ein guter kleiner Saugroboter werden. Sein Hauptvorteil besteht aber nicht darin, dass er verspricht, alles zu reinigen. Er könnte automatisierte Unterhaltsreinigung dort möglich machen, wo ein größeres Gerät von Anfang an keinen passenden Platz gefunden hätte.

Quellen

Die Angaben zum Marktstart, zu Bauform, Funktionen und Preis stammen aus der Ankündigung von SwitchBot bei PR Newswire Asia: SwitchBot Launches Robot Vacuum K11+ Pro with an Ultra-Compact Auto-Empty Design.

Die Laufzeiten und Flächenangaben wurden anhand des SwitchBot Help Centers: How Much Area Can SwitchBot Robot Vacuum K11+/K11+ Pro Clean on a Single Charge? übernommen. Weitere Produktangaben stammen von der SwitchBot-Produktseite zum Robot Vacuum Cleaner K11+ Pro.

Für die Einordnung von Hinderniserkennung, Wartung und laufenden Kosten wurde der Ratgeber The 4 Best Robot Vacuums of 2026 von RTINGS.com herangezogen. Die Hinweise zu vernetzten Geräten und Kontosicherheit stützen sich auf die Verbraucherinformationen der Federal Trade Commission zu vernetzten Sicherheitskameras und zum Schutz internetverbundener Geräte im Haushalt. Als weiterer Kontext diente der Test des Roborock Qrevo 2 Pro von Tom's Guide.