Publicasta cover — de

Ein Unternehmen betreibt vielleicht eine internationale Website, eine spanische und eine deutsche. Domains können auch Marken, Regionen oder Produkte trennen. Die Inhalte dahinter sind dabei oft dieselben.

Ein eigener Kanal pro Domain erzeugt schnell doppelte Inhalte. Neue Artikel müssen mehrfach veröffentlicht, Korrekturen von Hand übertragen und Übersetzungen getrennt geprüft werden. Außerdem muss jemand im Blick behalten, welche Fassung wo aktuell ist.

Mit Publicasta lassen sich mehrere Domains an einen Kanal anbinden. Artikel, Sprachfassungen, Kommentare und Kanaleinstellungen bleiben gemeinsam. Die Domain bestimmt nur, wo Leser den Kanal aufrufen und welche Sprache zuerst erscheint.

Einmal veröffentlichen, mehrere Domains nutzen

Angenommen, Ihre Artikel liegen auf Englisch, Spanisch und Deutsch vor. Mit demselben Kanal können Sie etwa diese Domains verbinden:

  • www.example.com
  • www.example.es
  • www.example.de

Drei getrennte Kanäle sind nicht nötig. Der Artikel wird einmal angelegt; die englische, spanische und deutsche Fassung werden diesem Artikel hinzugefügt. Alle drei gehören zu derselben Veröffentlichung und werden an einer Stelle gepflegt.

Jede Domain kann eine eigene Standardsprache erhalten. Wer die spanische Domain besucht, sieht zuerst die spanische Fassung, sofern sie vorhanden ist. Die deutsche Domain kann Deutsch bevorzugen, die internationale Englisch. Auch der nächste Artikel muss nicht an drei Stellen kopiert werden: Eine neue Übersetzung ergänzt den bestehenden Artikel.

Hauptdomain, Weiterleitung oder Spiegel

Eine verbundene Domain wird als Hauptdomain gewählt. Weitere Domains können dorthin weiterleiten oder als Spiegel arbeiten.

Bei einer Weiterleitung landet der Besucher auf der Haupt- beziehungsweise kanonischen Domain. Ein Spiegel behält dagegen die ursprünglich geöffnete Adresse. Wer www.example.de/getting-started aufruft, bewegt sich anschließend weiter auf www.example.de.

Die aktuelle Domain bleibt auch in Kanal- und Artikel-URLs sowie in RSS-, JSON- und Markdown-Links erhalten. Ein Spiegel ist damit nicht bloß eine zweite Adresse für dasselbe Ziel, sondern ein eigener Einstieg in denselben Kanal.

Die passende Standardsprache je Domain

Oft lässt die Domain bereits erkennen, an wen sich das Angebot richtet:

www.example.com — Englisch
www.example.es — Spanisch
www.example.de — Deutsch

Enthält die URL keine ausdrückliche Sprachangabe, sucht Publicasta zuerst nach der Sprache, die der Domain zugewiesen ist. Fehlt diese Fassung, greifen die normalen Ausweichsprachen des Kanals.

Die Domain gibt nur den Ausgangswert vor. Wählt ein Leser eine andere Sprache oder öffnet einen Link mit Sprachparameter, hat diese Auswahl Vorrang. Sämtliche Übersetzungen bleiben Teil desselben Artikels.

Vollständige URLs binden interne Links an eine bestimmte Domain. Für Verweise innerhalb desselben Kanals kann stattdessen eine relative URL verwendet werden:

./getting-started

Auf dem spanischen Spiegel öffnet sich der nächste Artikel unter der spanischen Domain, auf dem deutschen unter der deutschen. Derselbe Artikeltext funktioniert so auf allen Spiegeln, ohne eigene Linklisten pro Website.

Besonders passend für Dokumentation

Blogs und Publikationen können damit Zielgruppen trennen, ohne Artikel zu vervielfachen. Noch deutlicher wird der Vorteil bei Dokumentationen, Hilfezentren und Wissensdatenbanken. Dort gibt es viele miteinander verknüpfte Artikel, deren Struktur über mehrere Sprachen oder Websites hinweg gleich bleiben soll.

Ein Dokumentationskanal könnte beispielsweise unter diesen Adressen erreichbar sein:

docs.example.com
ayuda.example.es
hilfe.example.de

Artikel und Übersetzungen bleiben in einem Kanal. Für umfangreiche Dokumentationen kann ein Inhaltsartikel angelegt und angeheftet werden, zum Beispiel mit:

  • Erste Schritte
  • Kontoeinstellungen
  • Mit Artikeln arbeiten
  • Integrationen
  • API
  • Häufige Fragen

H2- und H3-Überschriften des angehefteten Artikels bilden Bereiche und Unterpunkte. Berücksichtigt werden nur veröffentlichte Artikel des Kanals; externe Links, Duplikate und der Inhaltsartikel selbst werden ausgeschlossen.

Beim Aufruf über einen Spiegel behalten Navigationslinks die aktuelle Domain. Auch die gewählte Sprache bleibt erhalten, sofern der Ausgangslink nicht ausdrücklich eine andere nennt. Lange Artikel können ein eigenes Inhaltsverzeichnis aus den H2- und H3-Überschriften der gewählten Sprachfassung erhalten. Auf breiten Bildschirmen kann die Navigation beim Scrollen in eine Seitenleiste wechseln, auf schmalen erscheint sie oben als kompakte Leiste. Kanal- und Artikelnavigation lassen sich getrennt aufrufen.

Signale für Suchmaschinen

Wenn derselbe Artikel auf mehreren Domains erscheint, müssen Canonical- und Sprachsignale eindeutig sein. Publicasta ordnet jeder veröffentlichten Sprache eine kanonische Domain zu. Die canonical-URL verweist auf die Hauptadresse dieser Sprachfassung; hreflang verbindet die Übersetzungen miteinander.

Die Sitemap eines Spiegels enthält nur die kanonischen URLs, die dieser Domain zugeordnet sind. Mehrere Spiegel machen aus einem Artikel daher nicht mehrere unabhängige Veröffentlichungen. In der Google Search Console sollte der Domaininhaber jeden Spiegel als eigene Property anlegen.

Gemeinsame Leseraktivität

Eine eigene Domain erzeugt weder eine Kopie des Kanals noch getrennte Leserdaten. Kommentare, Reaktionen, Favoriten und Abonnements gehören zur selben Veröffentlichung, unabhängig davon, über welche aktive Domain jemand gekommen ist.

Leser können sich über die Hauptdomain oder einen Spiegel bei ihrem Publicasta-Konto anmelden. Der Anmeldebildschirm nennt Publicasta, weil die Plattform die Leserkonten verwaltet. Eine eigene Domain ändert die öffentliche Adresse, macht Publicasta aber nicht zu einem White-Label-Dienst.

Traffic nach Domain auswerten

Publicasta erfasst, über welche Domain eine Seite geöffnet wurde. Die Analyse kann Besuche von www.example.com, www.example.es und www.example.de getrennt ausweisen. Zusätzliche Kanäle nur für den Traffic-Vergleich sind nicht nötig.

Eine eigene Domain verbinden

Nur der Kanalinhaber kann eine Domain hinzufügen. Nach der Eingabe in den Kanaleinstellungen stellt Publicasta einen TXT-Eintrag zur Eigentumsprüfung bereit. Anschließend verweist ein CNAME-Eintrag auf:

connect.publicasta.com

Für eine Root-Domain kommen CNAME Flattening, ALIAS oder ANAME infrage, sofern der DNS-Anbieter dies unterstützt. DNS-Änderungen brauchen mitunter Zeit. Publicasta prüft ausstehende Domains automatisch erneut; eine manuelle Prüfung lässt sich ebenfalls starten.

Nachdem Cloudflare den Hostnamen validiert und ein SSL-Zertifikat ausgestellt hat, kann die Domain als Hauptdomain gewählt oder in den Spiegelmodus versetzt werden. Vorhandene CAA-Einträge müssen die von Cloudflare verwendete Zertifizierungsstelle zulassen.

Enthält das Abonnement keine eigenen Domains mehr, zeigt die Oberfläche vor der Trennung eine Übergangsfrist an. Artikel werden nicht gelöscht und bleiben unter ihren Publicasta-Adressen erreichbar.

Eine Veröffentlichung, mehrere Einstiege

Ein Kanal kann mehrere Websites, Regionen oder Sprachgruppen bedienen — als Blog, Unternehmenspublikation, Hilfezentrum oder mehrsprachige Wissensdatenbank. Artikel und Übersetzungen bleiben zusammen. Jede Domain bietet einen eigenen Einstieg und kann die passende Sprache voreinstellen. Veröffentlicht wird nur einmal; Domains und Sprachen werden um dieselbe Veröffentlichung herum eingerichtet.